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Von Regulierung zu Wachstum

März 2025
Chinas Regierung setzt wieder auf private Unternehmen, betont Kévin Net, Fondsmanager und Leiter Asien bei LFDE. Er erläutert Chancen für Anleger.
LFDE
Kévin Net, LFDE

Kévin Net, Fondsmanager und Leiter Asien bei LFDE, hat sich Entwicklungen am chinesischen Markt näher angesehen und erläutert fünf Thesen, die Anleger gut im Auge behalten sollten:

 

Unterschätzter Privatsektor: Chinas Wachstum leidet

Der Versuch, den Privatsektor einzudämmen, hat die Wirtschaft erheblich geschwächt. Der Sektor steht für 60 Prozent des BIP, 70 Prozent der Innovationskraft, 80 Prozent der städtischen Arbeitsplätze und 90 Prozent der neuen Arbeitsplätze. Die Unsicherheit hat Unternehmen, Verbraucher und Investoren gleichermaßen getroffen.

 

Technologieunternehmen unter Druck: Strafen und Restriktionen

Seit dem gescheiterten Börsengang von Ant Financial 2020 stehen Technologieunternehmen unter massivem Regulierungsdruck. Unternehmen wie Tencent und Alibaba versuchten mit milliardenschweren Stiftungen gegenzusteuern.

 

Peking vollzieht wirtschaftspolitische Kehrtwende

Seit September 2024 betont die Regierung die Bedeutung privater Unternehmen. DeepSeek, das chinesische Pendant zu ChatGPT, markiert einen Wendepunkt. Weitere Innovationen wie die Partnerschaft von Alibaba und Apple im Bereich KI stärken das Vertrauen.

 

Neue Freiheiten für Unternehmer

Auf einem von Xi Jinping geleiteten Symposium mit Chinas Top-Unternehmern wurde die Botschaft gesendet: „Prosper first for common prosperity“. Der Staat verzichtet auf willkürliche Strafen, erlaubt Übernahmen und könnte sogar den Börsengang von Ant Financial ermöglichen.

 

Anleger reagieren positiv auf Kurswechsel

Die Märkte begrüßen das Comeback des Privatsektors: Der MSCI China ist seit Januar 2025 um 15 Prozent gestiegen (fast 40 Prozent im Jahresvergleich), der chinesische Technologieindex HSTech um 30 Prozent.